Insights.: "Requiem in Short"
Projektdossier - Audiovisuelle Komposition
Ein audiovisuelles Werk von Boris Marten zwischen Mythologie, sakraler Klangkunst und künstlicher Intelligenz

Überblick und künstlerisches Konzept
Digital Randoms „Requiem in Short“ ist ein zeitgenössisches audiovisuelles Werk, das symphonische Sakralmusik mit Dark-Metal-Elementen, mythologischer Symbolik und abstrakter Visualisierung verbindet.
Das 15-minütige Werk besteht aus sechs Kapiteln und lädt das Publikum zu einer Reise durch archetypische Themen ein: Vergänglichkeit, Erinnerung, Transformation und Hoffnung. Inspiriert von der emotionalen Kraft klassischer Requien und der sakralen Klangsprache Wolfgang Amadeus Mozarts, entsteht eine zeitgenössische Interpretation, die Traditionen und digitale Gegenwart verbindet.
Zwischen Vergangenheit und Zukunft: Das Requiem zählt zu den ältesten künstlerischen Formen der Auseinandersetzung mit Sterblichkeit und Erinnerung. Seit Jahrhunderten nutzen Komponisten diese Form, um Fragen nach Leben, Tod und Transzendenz musikalisch auszudrücken.
Das „Requiem in Short“ vereint die emotionale Tiefe klassischer Musik mit der Kraft symphonischer Rockmusik, mit der Symbolkraft christlicher Mythologie, und mit den Möglichkeit aus der Nutzung moderner digitaler KI Werkzeuge.
Der Tod wird nicht nur als Abschied, sondern auch als Übergang und Transformation betrachtet – ein universelles Thema in allen Kulturen.

Warum dieses Werk wichtig ist
Digital Randoms „Requiem in Short“ verknüpft mehrere aktuelle kulturelle Fragen:
Wie verändert künstliche Intelligenz menschliche künstlerische Prozesse? Wie lassen sich traditionelle Kunstformen in die digitale Gegenwart übertragen? Welche Bedeutung haben antike Mythen in einer technisierten Welt?
Das Werk schafft einen Dialog zwischen kulturellem Erbe und Zukunftstechnologien.
Inhalt und Dramaturgie
Das Werk ist in sechs musikalische und visuelle Kapitel unterteilt, welche die dramatischen Schlüsselelemente eines klassischen Requiems umfassen. Unverkennbar inspiriert von Wolfgang Amadeus Mozart's Requiem: dieses steht überwiegend in d-Moll, einer Tonart, die traditionell mit Trauer, Ernst und Dramatik verbunden wird. So konzentriert sich auch dieses Werk über weite Strecken hinweg auf dieses tonale Zentrum.
Wolfgang Amadeus Mozart konnte sein Requiem aufgrund seines frühen Todes nicht vollenden. Der fehlende Teil wurde von einem seiner Schüler ergänzt, der die traditionellen liturgischen Texte verwendete, aber im Wesentlichen die Musik des ersten Teils für den letzten Teil wiederverwendete. In tiefer Bewunderung für Mozarts Genie sind der erste und der sechste Teil dieses Werkes in ihrer Gesamtheit ähnlich umgesetzt.
- Introitus: Moment des Todes
- Dies Irae: Der Zorn des Herren
- Confutatis: Bitte um Vergebung
- Lacrimosa: Trauer der Hinterbliebenen
- Lux Aeterna: Bitte für die Verstorbenen
- In Paradisum: Eintritt der Seele in das Paradies
Das "Requiem in Short" interpretiert den Übergangsprozess und ein Requiems eigenständig:
- Dem "Lux Aeterna", eigentlich letzte Stufe eines Requiems, folgt ein weiterer Abschnitt ("In Paradisum"), mit Fortführung der ruhigen Klangwirkung und mit farblich aufhellender, freundlicher Visualisierung. Der Tod wird hier nicht abruptes Ende - sondern versteht sich als ein neuer Zustand
- Damit ändert sich auch die Rolle des "In Paradisum", liturgisch eigentlich Bestandteil des Begräbnisganges. In dieser Interpretation bildet es den Abschluss des Requiems und beschreibt tröstlich die bereits überwundene Trauer
- Die Rolle der musikalischen Beschreibung des Grabganges übernimmt das tränenreiche "Lacrimosa": Aus Sicht von Boris Marten treffend für die Beschreibung der Trauer der Hinterbliebenen während eines Begräbnisses
Die Gesangssprache ist Italienisch, nicht Latein - da Italienisch in dem angestrebten symphonischen Klangumfeld flüssiger klingt.
Die Verbindung von Kunst und Technologie
Ein zentraler Bestandteil der Arbeiten von Digital Random ist die Erschließung neuer kreativer Möglichkeiten durch neue Technologien. Die Musik des Requiems entstand mithilfe generativer künstlicher Intelligenz. Die künstlerische Auswahl, Gestaltung, Strukturierung und dramaturgische Entwicklung erfolgten in einem bewussten kreativen Prozess. Der Fokus liegt nicht auf der Technologie selbst, sondern auf der Frage: Wie können neue Werkzeuge den menschlichen Ausdruck erweitern? Künstliche Intelligenz wird als Instrument verstanden – vergleichbar mit einem neuen musikalischen Werkzeug –, während die künstlerische Vision, die Auswahl und der Ausdruck von Menschen gestaltet werden.

Zielgruppe
Das "Requiem in Short" soll ein breites Publikum erreichen, darunter auch solche Zuhörer, die sich eigentlich nicht mit den ursprünglichen, traditionellen Requiem-Werken beschäftigen.
Das Projekt richtet sich jedoch insbesondere an Interessenten für zeitgenössischer Kunst, Musikliebhaber klassischer und experimenteller Klangwelten, an KI-Interessierte sowie an Kulturinteressierte, die sich für interdisziplinäre Projekte interessieren.
Präsentationsoptionen
- Präsentation als eigenständiger Musikfilm: Leinwandprojektion, hochwertiges Audiosystem
- Präsentation als Teil einer größeren künstlerischen Installation, zum Beispiel Licht- und immersive Events, Technologie-Events.
- Audiovisuelle Installation – Integration in Medienkunstausstellungen
- Thematische Ausstellungen zum Kontext Technologie und Kreativität im Rahmen von Kunst- und Kulturveranstaltungen
- Vorlesungen (Erläuterungen des KI-Prozesses, Musik zwischen Tradition und Zukunft, KI als künstlerisches Werkzeug, Mythologie als universelle Bildsprache, Die Transformation kreativer Prozesse)
Technische Daten
- Titel Digital Random – Requiem in Short
- Format: Audiovisuelles Kunstwerk / Musikfilm / Medienkunst
- Dauer: ca. 15 Minuten
- Aufbau: Sechs Kapitel
- Sprache: Gesang auf Italienisch mit deutschen/englischen Untertiteln, keine gesprochenen Dialoge
- Musik: KI-gestützte Entwicklung und künstlerische Kuration
- Visuelles Design: Handgefertigte visuelle Umsetzung
- Präsentation: Digitale Projektion, Bildschirmdarstellung oder Installation
